Tobias wohnt sein ganzes Leben in der Großstadt und kennt das Landleben nur aus Büchern. Als sein Onkel Werner ihn zu einem Wochenende auf seinem Bauernhof einlädt, zögert er zuerst, weil er lieber mit Freunden ins Kino gehen würde. Am Ende packt er trotzdem seine Tasche.
Schon am ersten Morgen weckt ihn der Hahn um halb sechs. Tobias ist überhaupt nicht daran gewöhnt, so früh aufzustehen, aber sein Onkel lacht nur und sagt: 'Auf dem Land steht man mit den Tieren auf, nicht mit dem Wecker.'
Zusammen füttern sie die Hühner, melken die Kühe und sammeln frische Eier aus dem Stall. Tobias ist überrascht, wie viel Arbeit hinter einem einfachen Frühstück steckt. Er lernt, dass Milch nicht einfach im Supermarkt entsteht.
Am Nachmittag hilft er seinem Onkel im Gemüsegarten. Sie graben Kartoffeln aus der Erde und pflücken reife Tomaten. Die Arbeit ist anstrengend, aber Tobias fühlt sich zum ersten Mal seit Langem richtig entspannt, weil er sein Handy den ganzen Tag nicht angeschaut hat.
Am Abend sitzen sie zusammen vor dem Haus, essen selbstgemachtes Brot mit Käse und schauen dem Sonnenuntergang zu. Sein Onkel erzählt Geschichten aus seiner Kindheit auf demselben Hof. Der Himmel ist voller Sterne, wie Tobias sie in der Stadt nie sieht.
Als er am Sonntagabend wieder in seine Wohnung zurückkommt, fühlt sich alles ein bisschen zu laut und zu hell an. Tobias beschließt, seinen Onkel bald wieder zu besuchen — vielleicht sogar für eine ganze Woche im Sommer.