B1251 words

The Appointment at the Office

Der Termin beim Amt

Carlos has to register his address in Cologne — and gets to know German bureaucracy.

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Als Carlos aus Spanien nach Köln zog, erklärte ihm seine Nachbarin, dass man sich innerhalb von zwei Wochen beim Bürgeramt anmelden müsse. Ohne Anmeldung könne man kein Bankkonto eröffnen, keinen Handyvertrag abschließen und manchmal nicht einmal einen Arbeitsvertrag unterschreiben.

Carlos versuchte sofort, online einen Termin zu vereinbaren, aber der nächste freie Termin war erst in sechs Wochen. Ein Kollege gab ihm den Tipp, jeden Morgen um sieben Uhr auf die Webseite zu schauen, weil dann manchmal kurzfristig Termine frei würden. Nach vier Tagen hatte er Glück.

Am Tag des Termins nahm er alle Unterlagen mit, die er finden konnte: seinen Reisepass, den Mietvertrag und eine Bestätigung des Vermieters. Im Wartesaal zog er eine Nummer und setzte sich zu den anderen Leuten, die geduldig auf den Bildschirm starrten.

Als seine Nummer endlich aufgerufen wurde, ging er in Zimmer zwölf. Die Sachbearbeiterin war sachlich, aber freundlich. Sie prüfte seine Dokumente und runzelte plötzlich die Stirn: Auf der Wohnungsgeberbestätigung fehlte die Unterschrift des Vermieters.

Carlos erschrak, denn er wollte auf keinen Fall noch einmal sechs Wochen warten. Die Beamtin überlegte kurz und schlug dann vor, dass er den Vermieter anrufen und ihn bitten solle, das unterschriebene Formular per E-Mail zu schicken. Zum Glück war der Vermieter sofort erreichbar.

Zwanzig Minuten später hielt Carlos seine Meldebescheinigung in der Hand. Auf dem Weg nach draußen dachte er, dass die deutsche Bürokratie zwar kompliziert sei, dass man aber mit Geduld und etwas Freundlichkeit fast alles erreichen könne. Am Abend feierte er seinen kleinen Erfolg mit einem Kölsch.